

In den vergangenen 10 Jahren habe ich mich insbesondere auf die Behandlung von Personen nach einem Schlaganfall spezialisiert. Diesbezüglich habe ich sehr vielfältige Erfahrungen über sämtliche Rehaphasen gesammelt: von der Akutphase im Krankenhaussetting, über die Frühreha auf einer "Therapiestation" (AGR) bis hin zur langjährigen Begleitung im Hausbesuch.
Mich fasziniert dabei die Vielseitigkeit der Symptome, welche immer einen individuellen Therapieplan erfordern und die Erfolgsaussicht, durch konsequentes Training, Funktionen wieder zu verbessern und so die Lebensqualität positiv zu beeinflussen.

Unsere körperlichen und geistigen Fähigkeiten nehmen mit zunehmendem Alter bzw insbesondere nach einer Erkrankung, Operation oder einem Unfall erwiesenermaßen ab. Auch chronische Krankheiten wie zB. Parkinson oder Diabetes mit Polyneuropathie erhöhen die Sturzgefahr. Umso erfreulicher ist es, dass es mittlerweile viele Studien gibt, die belegen, dass konsequentes Training Stürze und deren Folgen erfolgreich vorbeugen kann und es bis ins hohe Alter möglich ist Kraft, Gleichgewicht und die geistigen Fähigkeiten zu verbessern.
Dem Thema Sturzprävention & Gedächtnistraining widme ich mich nun schon seit vielen Jahren. Im Zuge meiner Zusatzausbildung habe ich auch eine sehr umfangreiche Diplomarbeit zu diesem Thema verfasst, inkl. einem Trainingshandbuch mit konkreten Übungen für meine Patienten/-innen.
Meiner Erfahrung nach trägt es deutlich zur Lebensqualität bei, wenn man sich wieder sicher zu Hause und im Freien fortbewegen kann.

Durch die gefäßchirurgische Abteilung im Konventhospital Barmherzige Brüder Linz habe ich bereits viele Patienten/-innen nach Beinamputation behandelt.
Therapieinhalte sind dabei unter anderem:
- die Hilfsmittelversorgung & -erlernung (Rollstuhl, etc)
- das Transfertraining
- die Behandlung von Phantomschmerzen (Spiegeltherapie etc.)
- die Narbenbehandlung
- die Prothesenanpassung (mit Bandagisten)
- das Erlernen des Prothesenhandlings
- das Gehen mit Prothese inkl Sturzprävention
Dieser Bereich meiner Arbeit ist auch eine wahre Herzensangelegenheit für mich. Mein größtes Vorbild ist mein Großvater, der leider schon verstorben ist. Trotz seiner zwei Unterschenkelprothesen beeindruckte er mich immer mit seiner tiefen Zufriedenheit, seiner Stärke und seiner humorvollen Herzlichkeit.
Er hat mir gezeigt, dass es möglich ist trotz körperlicher Einschränkungen ein erfülltes und aktives Leben zu führen.
Diese persönliche Erfahrung prägt meine Arbeit als Ergotherapeutin und motiviert mich, Sie bestmöglich auf Ihrem Weg zu unterstützen.